Taktzyklenreduktion vs. Entwicklungszeit
Da hatte ich doch vor einigen Stunden mal wieder die Gelegenheit, mich mit einem nur allzu vertrautem Fundamentalisten über moderene Softwareentwicklung zu unterhalten. Stein des Anstosses waren einige Zeilen C#-Code [ weiche Satan! ;) ], in denen anstelle eines häßlichen Copy&Paste Vorgangs Gebrauch von eleganter Rekursion gemacht wurde.
Das Ganze war nun allerdings dadurch einige Taktzyklen langsamer (ein Funktionsaufruf und ein if-Statement) [ Oh Gott! ]. Auf auch nur halbwegs moderner Rechentechnik [… mmhhh, _DAS_ wird das eigentliche Problem sein… lol ] kostet das brutal viel Zeit im etwa einstelligen Millisekundenbereich, was in Anbetracht der Tatsache, dass diesem Aufruf ein IO-intensiver Speichervorgang einer Datei auf einem Filesystem folgt, vollends zur Bedeutungslosigkeit verblasst… Auch eine verbesserte Les- und damit Wartbarkeit zählten nicht als Argument.
Natürlich hatte ich damit eine Grundsatzdiskussion über die “Hohen Meister der Alten Schule”(tm) und deren kühne Heldentaten im Kampf um einzelne Taktzyklen getriggert…
Was soll ich noch sagen? Softwareentwicklung hat halt auch was mit Wirtschaftlichkeit im Sinne der Marktwirtschaft zu tun. Aber es ist halt nicht jeder zum Ingenieur geboren.
[Verdammt! Hab ich das geschrieben? ….. ;) ]