Unverständnis

Wie kann es sein, dass ein Blick von ihr mich tagelang beschäftigt, den Wunsch aufrecht erhält, sie in meine Arme zu nehmen, um dann just in dem Moment, als dies geschieht und ich sie küsse, schlagartig abzuflauen.

Ein kurzes Zögern und ein Blick in ihre strahlenden Augen lassen jedoch die soeben abgeklungene Sehnsucht wieder erstarken, um dann in ironischer Weise beim nächsten Kuss wieder abzuklingen. Und doch wünsche ich mir in diesem Moment, als ich diese Zeilen schreibe, nichts sehnlicher, als sie wieder in meine Arme zu schließen.

Jeder Erklärungsversuch, jede These für diese Gefühlswandlungen stellt sich als nicht treffend heraus, wenn ich genauer darüber nachdenke. Ich muss mir eingestehen, dass ich keine Erklärung finde, obwohl ich im Allgemeinen dazu neige, für so ziemlich jeden Quatsch irgendeine Theorie zu haben.

Ich muß passen. Ich versteh mich selber nicht.

Und doch wünsche ich mir, dass du bei mir wärst.

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