So ne Zugfahrt, die ist lustig…
Nun gut. Nachdem mich Stefan zum Bahnhof gefahren hatte (Danke!), ging’s dann nach etwa 7 oder 8 Zigaretten in, ich glaub 25 Minuten, los.
Ich hatte mir extra kein Bier im Vorfeld gekauft. Die Idee war, dass ich weniger trinke, weil’s im Zug teurer ist. Dumm, dass ausgerechnet bei diesem Zug, aus welchen Gründen auch immer, der Speisewagen fehlte. Rrmmpf.
Aber es gab ja noch so ne Minibar irgendwo in diesem langen Zug. Ich begab mich also auf die Suche weil der Schaffner meinte, es gebe dort auch Bier. Super.
Als ich dann die Dame endlich gefunden hatte, sagte die mir doch glatt, dass das Bier alle ist. Muss wohl das Reinigungspersonal weggesoffen haben, weil die auch den Schlüssel dazu haben. Dankeschön ihr Idioten! Ich hoffe es hat nicht geschmeckt.
Ein wenig frustriert bin ich zurück zu meinem Wagon. Im Nebenabteil waren ein paar nette Damen zugestiegen. Mal sehen, vielleicht krieg ich ja irgendwie ein Gespräch zustande. ;)
Aber Fehlanzeige, die hatten sich bereits schlafen gelegt. Und meine 6er Kabine war leer. Klasse. Tolle Zugfahrt.
Hinzu kam, dass in dem Abteil auch noch die Heizung ausgefallen war. Man bot mir daher einen Wechsel in ein anderes Abteil an. Da aber meine Laune eh versaut war und ich mir meiner Männlichkeit bewusst zu sein glaubte, lehnte ich ab.
Klasse Idee. Ich bin trotz zweiter Decke vom Nachbarn fünf oder sechs mal aufgewacht, weil es echt scheiss kalt war. Ausserdem war die Liege selbst für mich zu kurz. Irgendwie lag ich gekrümmt.
Na egal, am nächsten morgen stellte ich fest, dass irgendwo auf der Strecke als ich schon schlief ein nettes Mädel zugestiegen sein musste. Jedenfalls lag sie unter mir, genaugenommen eine Liege tiefer. ;) Das machte den Morgen irgendwie erträglich. Und nach so einer Nacht konnte eh nur alles besser werden.
Zwanzig Minuten später war ich dann in der Schweiz. Aber das gibt’s erst beim nächsten Post.