WiMAX (hoffentlich) bald auch in Dresden
Jeder der Betroffenen kann ein Lied davon singen: Nach der Wende zuschnell auf Glasfaser umgestellte Netze haben den Nachteil, dass sich darüber kein DSL betreiben läßt.
Obwohl prinzipiell technisch wesentlich höhere Bandbreiten erzielt werden können als das bei Kupfer der Fall ist, ist dies für die Netzbetreiber nicht rentabel. Das heißt im Klartext: Stadtteile mit Glasfasernetz bedeuten für den Einzelnen Surfen mit maximal gebündeltem ISDN. Und das in Zeiten von 6MBit/s flat.
Um an diesem Zustand was zu ändern, gibt es mittlerweile Initiativen, darunter eine von Ronny Proft ins Leben gerufene (siehe [1]). Jeder Betroffene kann sich dort in eine Liste eintragen und so das Interesse der Anbieter erhöhen.
Wie die DNN nun heute berichtete, gibt es mittlerweile zwei Unternehmen (siehe [2] und [3]), die in Erwägung ziehen, (Teile von) Dresden mit der noch relativ jungen Funktechnologie WiMAX zu versorgen. Diese maßgeblich von Intel vorangetriebene Technologie erzielt Reichweiten bis zu 50 km und Bandbreiten bis zu 108 MBit/s (siehe dazu [4] und [5]) und ist damit eine echte Alternative für die sogenannte “letzte Meile”.
Pilotprojekte gibt es bereits in Östereich (heise berichtete) und auch in Berlin Pankow (golem berichtete). Es bleibt zu hoffen, dass dies sich auch in Dresden bewahrheitet, da diese Technologie meiner Ansicht nach noch reichlich Potential bietet.
Damit würde dann endlich auch für die Anwohner der “Glasfaser”-Stadtteile der breitbandige Weg ins Internet frei und Dresden könnte sich mit seiner Vorreiterrolle brüsten… ;-)
Links zum Thema:
[1] Bürgerinitiative “DSL für Dresden”